Töchter mit Fraglichen Selektiven Mutismus

Bitte hier über Mutismus,insbesondere über Mutismus bei Kindern und Jugendlichen, diskutieren.

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Chantal1986
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Töchter mit Fraglichen Selektiven Mutismus

Beitragvon Chantal1986 » 09.01.2018, 16:45

Danke für Die Aufnahme. Also ich habe 4 Kinder. Mein Sohn ist 13 und hat Die Diagnosen: Autismus,Adhs, Hoher IQ, Epilepsie und eine Gendefekt. Und meine Mädchen sind Mira fast 8 un Die Zwillinge 4 jahre!

Meine Zwillinge haben beide einen Sprachentwicklungsverzögerung, und Stottern. Morgen gehen sie zum Gesundheitsamt zum Sprachberater, der dann sehen soll ob es reicht das sie Nur logopädie machen.

Naja dabei bekam ich von der Kinderärztin ein Schreiben, wo dann eben alles auch drin stand wie die Sprache ect war, und darin standen dann auch die Diagnosen der Geschwister, und darin stand das meine Tochter ( ich nehme mal an meine Große) da es bei beiden als Verdachtsdiagnose für die Zwillinge steht Selektiven Mutimus hat. Meine Tochter ist immer sehr von Ängsten geplagt und redet auch mit vielen Erwachsenen nicht.

Habe dann heute beim Kinderarzt angerufen, und da fand man bei den Zwillingen die Verdachtsdiagnose, und bei Meiner Großen nur das sie in der Praxis immer sehr Ängstlich ist, und auch bei den Vorsorgen nicht sprach oder sehr viel Zeit Brauchte.

Ich werde aber morgen zurück gerufen wenn sie mit der Ärztin gesprochen hat.

Ich würde mich aber mal gerne interessieren wie das bei euch so war, wer Diagnostizierte es bei euch? Bekommen eure Kinder Therapien?

Vielen Danke für eure Antworten

Chantal1986
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Re: Töchter mit Fraglichen Selektiven Mutismus

Beitragvon Chantal1986 » 09.01.2018, 22:30

Vielen dank. Meine Große ist extrem Ängstlich hst auch gestern zu mir gesagt, manchmal kann sie nicht reden. Die Worte wollen nicht us ihrem Mund raus.

Hyazinthe
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Re: Töchter mit Fraglichen Selektiven Mutismus

Beitragvon Hyazinthe » 10.01.2018, 06:23

Ja, es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit 'Mutismus'. Aber manchmal wollen die Ärzte andere Diagnosen ausschließen, weil sie einem veralteten Modell nachhängen, nach welchem man zum Beispiel nicht gleichzeitig 'Selektiven Mutismus' und Autismus bzw. eine 'Asperger'-Diagnose haben kann. Anders kann ich mir die ganzen Untersuchungen auch nicht erklären.

Viele Grüße!

Hyazinthe
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Re: Töchter mit Fraglichen Selektiven Mutismus

Beitragvon Hyazinthe » 10.01.2018, 19:52

So ist es, Ärzte sind auch nicht immer auf dem wissenschaftlichen Stand, und selbst die Wissenschaft 'hinkt' bei dem Thema ziemlich hinterher, weil die Komorbidität - so heißt das Wort :wink: - zwischen diesen beiden Auffälligkeiten bzw. Störungen einfach nicht erforscht wird. Es gibt nicht genug Interesse daran, aber sehr wohl Menschen, die beides haben bzw. sind. Viele Grüße!

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Re: Töchter mit Fraglichen Selektiven Mutismus

Beitragvon Hyazinthe » 10.01.2018, 20:04

Hallo manup,

der 'Knackpunkt' ist der, dass laut einer veralteten Definition in einem Diagnosekatalog 'Selektiver Mutismus' als unvereinbar mit einer 'Tiefgreifenden Entwicklungsstörung' gilt. Dem ist durchaus zuzustimmen, sofern damit gemeint ist, dass das Kind eine Störung seiner kognitiven Entwicklung sowie eine Sprachentwicklungsstörung hat. Mit vielen autistischen Personen (vor allem die mit sog. Asperger-Syndrom) ist der Begriff einer Tiefgreifenden Entwicklungsstörung in dieser engen Fassung nicht vereinbar, weil sie nämlich durchaus intelligent, z. T. auch hochintelligent sind und eine gute Sprachentwicklung zeigen, auch wenn diese in der Regel anders verläuft und sie manche Dinge typischerweise nicht so gut verstehen, wie Redewendungen. Oder das Verstehen im sozial-pragmatischen Kontext. Manche Menschen haben, insbesondere wenn sie traumatisiert sind - und selektiv mutistische Kinder befinden sich ja unter Hochspannung in manchen Situationen - auch situative Verständnisprobleme, sie hören dann nicht alles. Es ist klar, dass sie sich durch so eine Situation dann noch mehr überfordert fühlen und in einer Art Steinzeitreflex 'erstarren'. Also, diejenigen, die dazu neigen. Das hat auch etwas mit der eigenen Physiologie zu tun. Manche reagieren mehr so und andere so. Das ist aber keine bewusste Entscheidung! Und darum haben Therapien, die von dem Kind wissen wollen, warum es sich so verhält, wenig Sinn. Das Kind weiß es ja selbst nicht. Wohl aber kann man das Verhalten schrittweise abbauen. Und durch diese Erfolge lernt das Kind dann Stück für Stück, dass es in solchen Situationen keine Angst haben muss. So und nicht anders funktioniert meines Erachtens eine Mutismus-Therapie. Die Neigung, sich mutistisch zu verhalten, mag bestehen bleiben. Viele Grüße!


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