Veröffentlichungen unter eigenem Namen

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NinaO
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Veröffentlichungen unter eigenem Namen

Beitragvon NinaO » 27.09.2020, 15:22

Hallo,
ich habe für die mutismus-Zeitschrift 2014 einen Artikel zu meiner mutistischen Biografie veröffentlicht. Regelmäßig prüfe ich, welche Einträge es im Internet zu meinem Namen gibt, nun habe ich erstmals in diesem Jahr leider Hinweise zu diesem Artikel gefunden. Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich im Netz zu finden sein werde, hätte ich der Veröffentlichung nicht zugestimmt. Für Bewerbungen gibt es immer wieder ein Netz-Check und mit dem Outing werde ich wohl eher abgelehnt, was mir nun auch passiert ist.
Sollte also jemand Interesse haben, über sich in Zeitschriften zu schreiben, sollte er explizit von Ihnen darauf hingewiesen werden und sicher sein, dass es ihn nie stören wird, dann im Netz gefunden zu werden oder sich einen alias-Namen anlegen.
Wie wäre es möglich, dies nun aus den Suchmaschinen noch herauszunehmen? Welchen Beitrag kann der mutismus-Verein leisten, dass ich unter meinem Namen nicht über Ihre homepage gefunden werde?
Hat jemand eine andere Idee? Denn mit dieser Diagnose ist man schon stigmatisiert genug, das muss privat bleiben können und Outings selbst entscheidbar und kontrollierbar möglich sein!
VG
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Re: Veröffentlichungen unter eigenem Namen

Beitragvon Hyazinthe » 30.09.2020, 16:10

Hallo NinaO.,

das ist eben das zweischneidige Schwert, dass man als bekennender 'Behinderter' immer wieder die Erfahrung von Stigmatisierung macht und machen muss. Aber spätestens bei der Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift hätte es eigentlich klar sein müssen, dass es kein Geheimnis mehr bleibt, oder?

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Re: Veröffentlichungen unter eigenem Namen

Beitragvon Hyazinthe » 30.09.2020, 16:11

Außerdem hast Du Deinen selektiven Mutismus doch überwunden? In dem Fall bist Du geheilt und es sollte eigentlich keine Rolle mehr spielen. Im Gegensatz zu Autismus-Spektrum, das behält man sein Leben lang bei und es macht daher auch wenig Sinn, sich zu 'outen', wenn man eine Diagnose hat. Und wenn man keine hat, sollte man es auch vielleicht lassen, denn die Gesellschaft ist nicht so 'inklusiv' wie sie gerne tut. Was sehr traurig ist, denn viele sind einfach nur anders richtig und nicht (oder nicht mehr) 'behindert', wieder andere brauchen eben Unterstützung.


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