hallo!

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Moderator: Elfa

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Diana
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hallo!

Beitragvon Diana » 07.07.2003, 20:44

hallo!

bin selber leicht autistisch (asperger syndrom), weiß das erst seit 1999 (herausgefunden) 2000/2001 (offizielle bestätigung/diagnose). habe seit 2000 auch eine webseite darüber aufgebaut.
sind hier noch andere?

grüße,
diana

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heidi und holger
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Beitragvon heidi und holger » 16.11.2003, 19:00

Hallo

Wir sind zwar nicht selber betroffen, haben aber einen 12 jährigen Sohn
mit autistischen Zügen (asberger Syndrom) der seit 4 Jahren nicht mehr
spricht.

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heidi und holger
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Beitragvon heidi und holger » 16.11.2003, 19:07

hallo !

haben vergessen uns zu verabschieden.

tschüss Heidi u. Holger

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Beitragvon Zwillimama1996 » 09.01.2004, 16:24

Hallo, ich habe beim surfen diesen Selbsttest auf Asperger-Syndrom gefunden. Klar, so ein Selbsttest ersetzt natürlich keine ärtzliche Diagnose, aber er hilft einem vielleicht, die Vermutung zu bestätigen und daraufhin einen entsprechenden Arzt aufzusuchen.
http://www.psychotherapiepraxis.at/a_survey.phtml
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Cordula
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Beitragvon Cordula » 26.01.2004, 14:17

NAch dem Test habe ich dieses Asperger Syndrom mit hoher Wahrscheinlichkeit. Aber Autist muss man doch von Geburt an sein und nicht durch den Lebenslauf so werden, oder?

Neugierige Grüsse
Cordula

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Diana
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Beitragvon Diana » 31.01.2004, 07:27

das ist korrekt - autistisch ist man, oder ist man nicht - wobei sich bei vielen kindern die ersten anzeichen aber erst mit drei jahren (teilweise beim kanner-autismus) zeigen, teilweise nach massiven entwicklungsrückschritten in vielen bereichen.
beim asperger syndrom gehen viele als 'ein bißchen merkwürdig' durch, und man erfährt es erst später.
aber autismus durch erfahrungen im leben zu bekommen ist unmöglich. denn autismus ist keine psychische störung, sondern eine neurologische.
die einzige möglichkeit, einen 'pseudo-autismus' (meine bezeichnung) zu 'erwerben' besteht durch eine hirnverletzung, deren folgen manchmal autistische verhaltensweisen sein können.
diana

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Beitragvon Gast » 22.02.2006, 12:23

Hallo,

auch ich habe mich quasi im Eigenstudium mit dem Thema Autismus und Mutismus befasst, und möchte meine bisherigen Erkenntnisse keinem vorenthalten. Nach meinen bisherigen Erfahrungen, die sich auch auf Diskussionen hier im Forum berufen, sieht es so aus: Man muss Autismus und Mutismus nicht so streng getrennt sehen. Es gibt sowohl Menschen, die potentiell sozial kompetent sind (sich das sozusagen bewahrt haben), aber mutistisch sind. Dann gibt es Grenzfälle, bei denen man nicht klar entscheiden kann, ist das mutistische Verhalten mehr durch soziale Erfahrungen oder hirnorganische Vorgaben entstanden. Ich selbst habe den Selbstest durchgeführt und festgestellt, dass ich genau zwischen 'normal' und 'Asperger' liege. Muss aber dazu sagen, dass meine Einschätzungen im Test zum Teil auf sozialen Erfahrungen beruhen, die ihrerseits zu Schamgefühlen und Zurückgezogenheit geführt haben könnten. Meine Frage: Könnte man nicht, um von dem Begriff 'Störung' und 'Hirnschädigung' wegzukommen, das Ganze auch als eine andere Form von Begabung interpretieren? "Unsere" Hirnhälften arbeiten vielleicht nicht ganz so koordiniert und harmonisch zusammen wie bei anderen Leuten, dafür haben wir vielleicht mehr spezielle Fähigkeiten. Was meinst Du, Diana?

Viele Grüße!

Mithras
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Beitragvon Mithras » 22.02.2006, 15:41

Ich bin zwar nicht Diana, aber ich versuche trotzdem mal eine Antwort. Ich habe laut diversen Selbsttests mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Asperger-Syndrom. Bekräftigt wird der Verdacht durch erste Rücksprachen mit meiner Mutter sowie durch ein erstes Telefon-Gespräch mit einem Fachmann. Die wirkliche Diagnostik wird dann vermutlich in den nächsten Wochen bis Monaten stattfiden (hab ja keinerlei Erfahrungen, wie lange sowas dauert, kann also nur schätzen). Momentan "hängt" es am Gesundheitsamt. Soll heißen, die entscheiden über die Kostenübernahme für die Diagnostik, was aber jetzt auch schon seit ca. 2 Wochen läuft.

@Gast: Es ist tatsächlich so, dass einige Fachleute daran arbeiten, das Asperger-Syndrom in ein positiveres Licht zu stellen, um es mal metaphorisch auszudrücken, denn momentan ist es ja so, dass dieses Syndrom nur über seine "schlechten" Seiten (z.B. geringe Empathie) definiert ist. Die positiven Seiten, wie z.B. gute logische Fähigkeiten, werden in den bisherigen Diagnosekriterien gar nicht berücksichtigt (auch wenn sie in der praktischen Diagnostik als Hilfsmittel genutzt werden).

"Es gibt sowohl Menschen, die potentiell sozial kompetent sind (sich das sozusagen bewahrt haben), aber mutistisch sind."
Inwiefern widerspricht sich das? Es ist doch sogar sehr häufig, dass Mutisten relativ gute soziale Fähigkeiten haben. Nur kommt das eben relativ wenig zum Ausdruck, weil man als Außenstehender wohl erstmal nur das Schweigen "sieht".

Davon abgesehen ist es so, wie Diana schon geschrieben hat: Autismus ist neurologisch bedingt. Deswegen ist er auch nicht in dem Sinne therapierbar (einzelne Symptome allerdings schon). Mutismus hingegen zählt zu den psychischen Störungen und ist demzufolge relativ gut therapierbar. Mutismus kann man "ablegen" (wenn die Umstände stimmen), Autismus ist aber definitiv nicht "überwindbar".

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Beitragvon Diana » 22.02.2006, 22:53

Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass das AS irgendwann nur noch über Stärken definiert ist, dann kann ich gucken, wo ich noch hilfen bekomme. Ich habe einen Schwerbehindertenausweis mit einem GdB von 80 und damit Anspruch auf Nachteilsausgleiche - aber wenn "die Allgemeinheit" irgendwann das Bild von Aspies als "Menschen mit besonderen Stärken, die nicht sehr sozial sind" haben, da kann man dann gucken, wo man bleibt, mit seinen massiven Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen, seiner absoluten und totalen Multitaskingunfähigkeit, seinem wörtlichen Verständnis und motorischen Schwierigkeiten. Dann ist man nämlich doch nur noch der "Trottel". Sorry, aber das war ich Jahre lang und glaubte, selber schuld zu sein. Dass ich das Asperger Syndrom habe, hat mich erleichtert. Aber es ist nicht lustig.

Das Asperger Syndrom hat nicht "nur" schlechte Seiten - aber diese überwiegen leider - zumindest bei mir - recht oft. Bemühungen, das AS als etwas Positives darzustellen bitte ich darum, kritischer zu betrachten.
Ich bin behindert - und ich stehe dazu.

Mithras
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Beitragvon Mithras » 23.02.2006, 10:05

Da hab ich mich wohl (mal wieder) etwas missverständlich ausgedrückt. Ich wollte keineswegs sagen, dass man AS *nur* über Stärken definieren sollte. Man sollte - meiner Meinung nach - aber dafür sorgen, dass "die Allgemeinheit" weiß, dass eben *auch* positive Seiten hat (und das wollte ich eben ein wenig hervorheben), obwohl die negativen, die einen beeinträchtigen, bei nahezu allen Betroffenen, die ich bisher "getroffen" habe (fand nur im Internet statt) stark überwiegen. Dann gibt es noch ein paar, bei denen sich das etwa die Waage hält - aber die bilden den bei weitem kleineren Anteil.

Gast

Beitragvon Gast » 23.02.2006, 11:48

Hallo Mithras,

wahrscheinlich habe ich mich hier unglücklich ausgedrückt. Aber wir können gerne mal einen Wettstreit veranstalten, wer von uns am 'blödsten' ist (Scherz beiseite). Ich halte Dich sehr wohl für sozial kompetent, muss das aber näher definieren: Mir selbst (und auch anderen'Mutisten') würde ich nie die Empathie absprechen. Aber mir fehlt etwas anderes. Die Fähigkeit, soziale Situationen richtig einzuschätzen. Ein Beispiel soll das illustieren (irgendwie fällt es mir leichter, so etwas mit Bildern zu beschreiben): Als ich im Kindergarten war, habe ich, nach Erzählungen meiner Mutter, mich zuhause mal tagelang in die Ecke gestellt. Bis sie irgendwann herausfand, dass ein Junge, den ich kannte, im Kindergarten so bestraft wurde. Das hat mich wohl emotional ziemlich verstört, ohne dass ich dafür Worte fand. Meine Mutter nahm mich sofort aus der Gruppe heraus, etwas später wurde ich dann in einer anderen Kindergartengruppe aufgenommen. Mit sehr lieben Erzieherinnen. Aber ich habe, glaube ich, mit ihnen nie ein Wort gewechselt.
Noch heute habe ich Probleme, z.T. damit, Witze zu verstehen, also soziale Situationen richtig einzuordnen. Aber indem ich mich zwang, meinen Gegenübern ruhig und klar in die Augen zu sehen, ist vieles besser geworden. Viele Grüße!

Mithras
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Beitragvon Mithras » 23.02.2006, 13:00

Hallo Gast!

Naja, also bevor wir uns jetzt streiten, wer sich am unglücklichsten ausgedrückt hat, sagen wir einfach: Es war ein Missverständnis.

Eine Sache wundert mich dann doch: Du hältst MICH für sozial kompetent? Das ist interessant, ich halte mich nicht für sonderlich sozial kompetent, eher im Gegenteil. :shock:

Wäre übrigens hilfreich, wenn du dir einen Namen zulegen würdest ;)
(soweit ich weiß kann man auch als Gast einfach einen eingeben)

Mithras

Gost

Beitragvon Gost » 24.02.2006, 18:09

Hallo Mihtras,

danke für den durchaus sozial kompetenten Hinweis. Ich nenne mich jetzt Gost :wink:

Gast

Beitragvon Gast » 24.02.2006, 18:17

Gost hat geschrieben:Hallo Mihtras,

danke für den durchaus sozial kompetenten Hinweis. Ich nenne mich jetzt Gost :wink:
, also ich meinte "Ghost" wie Geist, wusste doch, dass das Wort irgendwie merkwürdig aussieht. . .

Ghost

Beitragvon Ghost » 24.02.2006, 18:22

Hallo,
Also jetzt habe ich wieder als "Gast" geschrieben. Sorry! Es wäre doch ganz gut, wenn man seine eigenen Beiträge löschen könnte, (Grüße an Michael an dieser Stelle, irgendwie komme ich mit der Editierfunktion nicht zurecht!) im wahren Leben kann man das ja nicht, auch so eine Schwierigkeit für "uns".

Viele Grüße!


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