Hallo, bin ich hier richtig?

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Igel
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Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Igel » 25.03.2018, 18:58

Dieser Thread darf gelöscht werden, danke.
Zuletzt geändert von Igel am 25.10.2018, 00:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Schlusi
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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Schlusi » 25.03.2018, 22:23

Hallo Igel,

nach Deiner Beschreibung zu urteilen könnte es schon sein, dass Du selektiv mutistisch bist.
Es kann aber auch sein, dass Du sowohl mutistisch als auch autistisch bist.
Unsere Tochter hat z. B. beide Diagnosen (Mutismus und Asperger Autismus). Das eine schließt das andere nicht aus.
Eine weitere Möglichkeit wäre z. B. Hochsensibilität und Mutismus.
Das trifft auch auf einige hier im Forum zu.
Und dass Du Dich vegetarisch bzw. vegan ernährst, ist auch ein Punkt, der mir auffällt, weil das auch oft eine Gemeinsamkeit mit Mutisten und/oder Autisten ist.

Achso, was ich Dich noch fragen wollte....hast Du vor eine mutismusspezifische Therapie zu machen?
Es drängt ja wohl doch auch irgendwie, damit Du Deine Ausbildung erfolgreich beenden kannst, oder?
Gibt es Hilfe und Anlaufstellen, die Dich dabei unterstützen könnten?
Ich frage, weil ich den Eindruck habe, dass Du schon auch Deinen Mutismus therapieren lassen, überwinden möchtest.

Schlusi :)
Tochter *99, mutistisch+Asperger Syndrom

Igel
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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Igel » 29.03.2018, 19:29

Hallo Schlusi,

ehrlich gesagt habe ich die geringen Besuchszahlen hier im Forum gesehen und daher gar nicht mit so einer baldigen Antwort gerechnet. Verzeih deshalb die vergleichsweise späte Rückmeldung.

Ich habe mal versuchsweise Online-Tests gemacht, um eine ungefähre Einschätzung zu Mutismus, Autismus und Hochsensibilität zu erhalten.
Der zum Mutismus war ziemlich zutreffend (wobei ich da aber auch nur Texts finden konnte aus der Sicht Dritter, also solche "Hat mein Kind Mutismus?"-Tests statt Selbsttests, weshalb das Ergebnis verfälscht sein kann), der über Autismus war nicht eindeutig, und der Test zur Hochsensibilität wiederum "sehr wahrscheinlich".

Bisher habe ich nur davon gelesen, dass Mutismus und Magersucht vermutlich häufiger zusammen auftreten, aber ich hätte nicht gedacht, dass meine vegetarische bzw. vegane Ernährungsweise etwas damit zu tun haben könnte, obwohl sie damals aus einer Art "stillem/innerem Protest" gegen meine Familie (zu kompliziert, um dies hier zu schildern) entstanden ist. Mittlerweile hat sich das aber zum tatsächlichen Schutz der Tiere entwickelt.

Ob ich eine Therapie machen möchte, kann ich nicht eindeutig beantworten. Ich kann mir unter einer Therapie für erwachsene Mutisten leider gar nichts vorstellen. Vielleicht möchte hier jemand seine eigene Erfahrungen damit berichten?
Zudem würde mein Umfeld sehr ablehnend reagieren, wenn sie davon erfahren würden. Bisher hält man mich einfach nur für sehr schüchtern und damit ist für sie das Thema auch schon beendet. Was alles tatsächlich dahinter steckt und wie schwierig für mich oftmals die mündliche Konversation ist, ahnen sie nicht. Ich vermute, meine Familie würde mir von Therapien abraten oder mich auslachen, was bedeuten würde, ich müsste Therapiesitzungen vor ihnen verbergen, was mich dann ja eigentlich zusätzlich belasten würde.
Hier stellt sich mir auch die Frage, ob die Krankenkasse die Kosten übernehmen würde? Und können andere Ärzte das in irgendeinem Verzeichnis erfahren, bei welchen Therapeuten man war?

Übrigens frage ich mich auch, ob Narzismus und Mutismus bei Geschwistern gemeinsam auftreten können. Mein Bruder hat zwar keine Diagnose gestellt bekommen, jedoch ist der Verdacht, er könne Narzismus haben, recht hoch. Im Gegensatz zu mir steht er auch gerne im Mittelpunkt und ist sehr redegewandt, so schauspielert er beispielsweise hobbymäßig im Theater und arbeitet in einem Callcenter.

Ich hoffe du, oder auch andere kannst/könnt mir meine Fragen beantworten.

Ophelia
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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Ophelia » 29.03.2018, 20:39

Schlusi hat geschrieben:Und dass Du Dich vegetarisch bzw. vegan ernährst, ist auch ein Punkt, der mir auffällt, weil das auch oft eine Gemeinsamkeit mit Mutisten und/oder Autisten ist.


Wie kommst du darauf?
Ein hoher Anteil von Hindus und Buddhisten z.B. leben vegetarisch oder vegan. Guck mal z.B. hier:

https://vebu.de/veggie-fakten/veganismu ... eligionen/


Ich selbst habe angefangen, vegetarisch zu essen, nachdem ich ein Video über Schlachtmethoden in Deutschland gesehen habe, das entsetzlich war (nicht das Video natürlich, sondern die Schlachtmethoden sind entsetzlich). Es geht mir um den Umgang mit den Tieren.

Was den Mutismus betrifft - ich war selektiv mutistisch (und es war keine Störung, sondern eine Reaktion auf bestimmte Gegebenheiten) -, habe ich den seit Jahren überwunden, ohne Therapie.

Hyazinthe
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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Hyazinthe » 30.03.2018, 07:18

Hallo,

zum Thema der zufälligen Schnittmengen zwischen Autismus - veganer bzw. vegetarischer Lebensart und Religions- bzw. kultureller Zugehörigkeit bzw. Etnie - wer weiß schon, wie viele Hindus oder Buddhisten autistisch sind? In unserer westlichen Lebenswelt fallen sie womöglich viel mehr auf! Ob die Betroffenen diagnostiziert werden oder sich auch nur mit dem Thema auseinandersetzen möchten, bleibt natürlich ihnen selber überlassen. Viele Grüße!

Ophelia
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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Ophelia » 30.03.2018, 13:20

Hyazinthe hat geschrieben:Hallo,

zum Thema der zufälligen Schnittmengen zwischen Autismus - veganer bzw. vegetarischer Lebensart und Religions- bzw. kultureller Zugehörigkeit bzw. Etnie - wer weiß schon, wie viele Hindus oder Buddhisten autistisch sind? In unserer westlichen Lebenswelt fallen sie womöglich viel mehr auf! Ob die Betroffenen diagnostiziert werden oder sich auch nur mit dem Thema auseinandersetzen möchten, bleibt natürlich ihnen selber überlassen. Viele Grüße!



(a) Pure Spekulation, "wie viele Hindus oder Buddhisten autistisch sind".
(b) Es ist unzulässig, "die westliche Lebenswelt" zur Grundlage von Annahmen, Spekulationen oder Diagnosen bezüglich Menschen anderer Kultur-/ethnischer Kreise zu machen. Zugrundzulegen ist die "Lebenswelt", der jemand angehört.
(c) Die "westliche Lebenswelt" ist weder der Nabel der Welt noch das Maß aller Dinge noch in irgendeiner Weise anderen "Lebenswelten" überlegen.
(d) Ich und meine Vorfahren gehören zum allerüberwiegenden Teil anderen "Lebenswelten" als der "westlichen" an - und ich lasse weder mir noch ihnen irgendwelche spekulativen Behauptungen unterstellen.
(e) Nicht alle Mutisten und/oder Autisten sind Vegetarier. Und: Wären sämtliche Vegetarier, die der "westlichen Lebenswelt" angehören, mutistisch oder/und autistisch, gäbe es ziemlich viele.
Zuletzt geändert von Ophelia am 30.03.2018, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Sonnenblume » 30.03.2018, 14:20

Hallo Igel,
so, wie du dich beschreibst, deutet schon viel auf Mutismus hin.
Du hast ja schon einiges geschafft, Schulabschluss und jetzt mitten in der Ausbildung,
das ist schon mal sehr schön.
Mein Rat: vergiss diese online -Tests, da kommt zwar meist annähernd das raus,
was man vermutet, aber nichts Genaues. Viel überschneidet sich bei verschiedenen Störungsbildern
und am Ende wird man noch ganz "kirre".

Zu der Frage ob unter Geschwistern verschiedenes vorkommen kann, sage ich mal definitiv ja!
Es gab hier im Forum sogar schon Fälle wo Mutismus-und Ad(h)s, oder eben auch Autismus auftrat.
Das mit dem Narzismus bei deinem Bruder kann gut möglich sein. Möglich auch, dass sich das auf dich
und deinen event. Mutismus negativ ausgewirkt hat ?

Ob du eine Therapie machen möchtest überlegst du und bist dir da noch nicht so sicher?
Mir scheint aber deine Bedenken gehen eher dahin, das dies möglichst keiner wissen soll?
Du solltest entscheiden, wie sehr es dich stört, belastet. Schaffst du die Ausbildung so oder kann
es wirklich schwierig werden? Was die Leute in deinem Praktikum über dich denken und dir vorschlagen ist schon ungeheuerlich.
Das würde mir zu denken geben und zumindest ich würde mir Rat holen. Das kannst du ganz einfach,
ohne das es jemand erfahren muss. Hier auf der Seite vun mutismus.de gibt es zb. ein Therapeutenverzeichnis
wo du den oder auch mehrere nächstgelegenen kontaktieren kannst. Per mail wäre ganz gut, schreiben
kannst du wirklich gut! Die speziellen Mutismustherapeuten behandeln auch Erwachsene, einige haben damit sogar gute Erfahrung.
Eine Abklärung/Diagnostik würde ich schon empfehlen, denn wenn du gar nichts in der Hand hast,
wer weiß, was man dann mit dir machen kann seitens Ausbilder , Jobcenter ...?
Wenn du von dir aus die Initiative ergreifst, ist das auf alle Fälle schon mal besser.

Eine vegetarische oder auch vegane Ernährung ist heutzutage nichts Seltenes mehr und tritt unabhängig
von Mutismus oder sonstigen Störungen auf. Zu meiner Kinder-und Jugendzeit, also auch meinem Mutismus
gab es sowas kaum, da wurde noch deftig gegessen :-)

Nun erstmal schöne Osterfeiertage!
Gern kannst du hier auch weiter schreiben, wie es dir auf Arbeit ergeht
oder ob /wie Therapeutensuche verläuft.
Vielleicht kann dir der ein-oder andere da noch genauere Tipps geben,
gerade was dein PLZ-Gebiet betrifft.


@ Ophelia: ich kann deinen Punkten nur zustimmen, besonders zu (e) fiel mir das gleiche ein ;-)
Unterschätze mich nicht. Nur weil ich still bin.
Ich weiß mehr als ich erzähle,
denke mehr als ich spreche und bekomme mehr mit, als du denkst!

....................................................................................

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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Hyazinthe » 30.03.2018, 18:08

Hallo Ophelia,

schon interessant, wie man mit aller Gewalt missverstanden werden kann. Ich empfehle den Film 'Mein Name ist Khan', dann wird vielleicht deutlicher, was ich meine. Natürlich ist es vollkommen unerheblich, aus welchem Kulturkreis oder woher jemand stammt, Autisten gibt es überall, vermutlich in ähnlicher Anzahl, aber das ist natürlich nicht erforscht, weil eben nicht überall solche Diagnosen verbreitet sind. Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, im Gegenteil. Man könnte es dem westlichen Kulturkreis eher ankreiden, dass hier Menschen, die anders sind, vermutlich eher entdeckt werden. Andererseits ist es aber auch wieder gut. Dann haben Menschen, die anders sind, die Chance, trotzdem (z.B. durch Integrationsmaßnahmen) dazuzugehören. Aber Diagnosen sind ein zweischneidiges Schwert, solange die Ablehnung gegenüber Autismus und Autisten gegebenüber so groß ist. LG!

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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Hyazinthe » 30.03.2018, 20:23

Hallo nochmal,

zum Thema Online-Tests kann ich Sonnenblume nur zustimmen. Die machen Viele tatsächlich ganz 'kirre'. . .

Ophelia
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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Ophelia » 31.03.2018, 15:19

Hyazinthe hat geschrieben:schon interessant, wie man mit aller Gewalt missverstanden werden kann.


"Missverstanden"? - Keineswegs. Und schon gar nicht "mit aller Gewalt".


Hyazinthe hat geschrieben: Ich empfehle den Film 'Mein Name ist Khan', dann wird vielleicht deutlicher, was ich meine.


Von dem Film habe ich leider nur Trailer gefunden.


Hyazinthe hat geschrieben: Natürlich ist es vollkommen unerheblich, aus welchem Kulturkreis oder woher jemand stammt, Autisten gibt es überall, vermutlich in ähnlicher Anzahl


Es ist nicht unerheblich, aus welchem "Kulturkreis" jemand stammt.
"Autisten gibt es überall" - Spekulation
"vermutlich in ähnlicher Anzahl" - ebenfalls Spekulation ("vermutlich" - wie kommst du auf solch eine Vermutung? Weil etwas in deinem "Lebensbereich - dem "westlichen" - so ist, ist es überall so? Falsch. Kann sein, kann auch nicht sein. Pure Spekulation.)
Spekulation vor welchem Hintergrund? Vor DEINEM, d.h. dem "westlichen".


Hyazinthe hat geschrieben:aber das ist natürlich nicht erforscht


Von WEM - deiner Behauptung nach - "nicht erforscht"? Und WO - deiner Behauptung nach - "nicht erforscht"? Und wieso - deiner Behauptung nach - "NATÜRLICH nicht"?
Wenn du der Ansicht bist, außerhalb der "westlichen Lebenswelt" werde nicht geforscht, irrst du dich.


Hyazinthe hat geschrieben:weil eben nicht überall solche Diagnosen verbreitet sind.


Spekulation. Es gibt ÜBERALL Forschung, Diagnostizieren, Therapien. Stichworte: ayurvedische Medizin, Traditionelle chinesische Medizin; aber auch andere Methoden.


Hyazinthe hat geschrieben:Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun


Ironie ein:
Natürlich nicht.
Ironie aus


Hyazinthe hat geschrieben:Man könnte es dem westlichen Kulturkreis eher ankreiden, dass hier Menschen, die anders sind, vermutlich eher entdeckt werden.


Spekulation.
Und nicht zutreffend. Der Unterschied besteht im Umgang mit ihnen - der ist allerdings auch innerhalb der verschiedenen "Lebenswelten" innerhalb Westeuropas z.T. unterschiedlich.


Aber Diagnosen sind ein zweischneidiges Schwert, solange die Ablehnung gegenüber Autismus und Autisten gegebenüber so groß ist.
[/quote]

Das Problem der "Ablehnung" (= Ausgrenzung und Negativbewertung u.a.) ist nicht ein Problem der Diagnostik, sondern ein gesellschaftlich-psychologisches. Und, wie gesagt, von "Lebenswelt" zu "Lebenswelt" unterschiedlich.
Was die Diagnose angeht, hier ein Beitrag aus dem "westlich-medizinischen Lebensbereich":

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... d-Autismus

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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Schlusi » 31.03.2018, 19:43

Schlusi hat geschrieben:
Und dass Du Dich vegetarisch bzw. vegan ernährst, ist auch ein Punkt, der mir auffällt, weil das auch oft eine Gemeinsamkeit mit Mutisten und/oder Autisten ist.


Ophelia hat geschrieben:
Wie kommst du darauf?
Ein hoher Anteil von Hindus und Buddhisten z.B. leben vegetarisch oder vegan. Guck mal z.B. hier:


@ Ophelia
Ich komme darauf, weil hier im Forum immer mal wieder dies thematisiert wurde und weil ich Mutisten kenne, die auch vegetarisch sind. So habe ich den Eindruck, dass sich Mutisten eben auch mit so Dingen, wie der Ernährung, beschäftigen. Ich hatte ja auch geschrieben, dass das ein Punkt ist, der mir auffällt. Ich habe nicht geschrieben, dass mir dazu eine Studie oder dergleichen bekannt ist. Es ist mein persönlicher Eindruck, da ich eben einige Mutisten und Autisten persönlich kenne, bei denen die Ernährung ein wichtiges Thema ist. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass die Userin Igel mit dieser Thematik hier sicher auch vorbehaltlos an- und aufgenommen werden wird. Es gibt nämlich auch jene, die damit gar nichts anfangen können und Vegetarier oder Veganer sogar ablehnen. Und Igel hatte ja auch wie folgte geschrieben...
...und lebe (im starken Kontrast zu meiner Ausbildung, ich weiß) vegetarisch bzw. vegan.

... und ich hatte daher den Eindruck, dass sie unter Umständen bisher nicht viel Verständnis für ihre vegetarische Lebensweise bekommen haben könnte und habe deshalb von meinen Eindrücken geschrieben.

@ Igel
Ich vermute, meine Familie würde mir von Therapien abraten oder mich auslachen, was bedeuten würde, ich müsste Therapiesitzungen vor ihnen verbergen, was mich dann ja eigentlich zusätzlich belasten würde.
Hier stellt sich mir auch die Frage, ob die Krankenkasse die Kosten übernehmen würde? Und können andere Ärzte das in irgendeinem Verzeichnis erfahren, bei welchen Therapeuten man war?

Das ist verständlich, dass Dich das zusätzlich belasten würde, wenn Du eine Therapie würdest verbergen wollen/müssen.
Das geht natürlich nicht. Dann könnte auch Teil der Therapie sein, dass Du lernst damit offen umzugehen, ob Deine Familie damit nun umgehen kann, das verstehen kann oder nicht. Da könnte auch eine Therapie helfen Dich unabhängig von der Meinung und den Ansichten Deiner Familie zu machen. Ich will Dir das aber nicht aufdrängen/aufschwatzen. Es gibt immer verschiedene Möglichkeiten und Wege ... und wie Ophelia ja schon geschrieben hat, hat sie es alleine geschafft ohne Therapie. Vielleicht bekommst Du ja da noch Tipps und Anregung von ihr.

Übrigens frage ich mich auch, ob Narzismus und Mutismus bei Geschwistern gemeinsam auftreten können. Mein Bruder hat zwar keine Diagnose gestellt bekommen, jedoch ist der Verdacht, er könne Narzismus haben, recht hoch. Im Gegensatz zu mir steht er auch gerne im Mittelpunkt und ist sehr redegewandt, so schauspielert er beispielsweise hobbymäßig im Theater und arbeitet in einem Callcenter.

Also dazu möchte ich gar nichts sagen/schreiben. Über Narzismus wird auch so viel im Internet geschrieben. Und ich weiß auch nicht wie alt Dein Bruder ist und wie es zu dieser Diagnose gekommen ist. Denn was Du so über ihn ganz kurz geschrieben hast, dass er sehr redegewandt ist, hobbymäßig im Theater spielt und in einem Callcenter arbeitet, kann man ja so nicht unbedingt als etwas krankhaftes erkennen, sondern ist meiner Meinung nach eher genau das, was allgemein erwünscht und geachtet wird, oder?

Und Du wirst ja auch Eigenschaften haben, die Dich ausmachen und wo Du Dich von anderen abheben kannst und profilieren kannst. Das könntest Du ausbauen. Was meinst Du?

Schlusi :)
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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Hyazinthe » 01.04.2018, 10:10

Hallo Ophelia,

Du hast meinen Text ja ziemlich 'zerpflückt': Ich habe geschrieben, wenn Du genauer hinliest, dass es 'natürlich ist, dass die Diagnose in 'anderen Kulturkreisen' nicht erforscht (ist), weil eben nicht überall solche Diagnosen verbreitet sind. Das bedingt sich also wechselseitig. Wenn man in unserer auf Funktionalität und Profit ausgerichteten, eher kapitalistisch orientierten westlichen Lebenswelt (oder Kulturkreis) eher Menschen frühzeitig erkennt, die anders sind, so ist das per se erstmal völlig neutral gemeint. Das hat nichts damit zu tun, dass ich meine, dass generell weniger Forschung woanders betrieben wird. Und dass Autisten vermutlich gleichmäßig, vor allem über die sozialökonomischen Schichten verteilt sind, ist bekannt. Dass es auch innerhalb Deutschlands beträchtliche Unterschiede gibt und da noch mal in den einzelnen Kreisen, finde ich geradezu witzig. Das haut natürlich nicht hin, und hat etwas mit der 'Überdiagnose' oder eben auch 'Unterdiagnose' zu tun, also damit, wie sensibel z.T. in Jugendämtern mit dem Thema umgegangen wird. Also gibt es auch da verschiedene 'Kulturen', wenn Du so willst und wenn Dich das beruhigt - was ich aber nicht glaube. Denn offenbar willst Du mir irgendwas anhängen. Meine 'Spekulation' dazu, dass es überall ungefähr gleich viele Autisten geben müsse, bezieht sich auf die genetischen Zusammenänge, die, ebenso wie noch unbekannte Umweltgegebenheiten, zum Autismus beitragen. Die genetischen Faktoren sind überall etwa gleich verteilt. Und von Umweltfaktoren fällt mir nur ein, dass in westlichen Ländern Frühgeburten eher häufig sind, bzw. dass Frühgeborene überleben können.

Viele Grüße!

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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon oliviaivy337 » 17.09.2019, 17:14

Hallo, ich bin neu hier in diesem forum...
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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Hyazinthe » 18.09.2019, 19:02

Hallo lieber Bot, oder Botin?

Wo auch immer dieser ältere Beitrag von mir herstammt, ich finde ihn nicht besonders gelungen. Darum noch mal zur Erklärung: Autismus gab es wahrscheinlich schon immer, gibt es heute keineswegs häufiger (den Begriff schon, der ist in der heutigen Verwendung ungefähr 50 Jahre alt), obwohl es da andere Ansichten zu gibt und wird es - zum Glück für uns alle - wahrscheinlich immer geben, soweit es menschliches Leben auf diesem Planeten gibt! Ein gelungenes Beispiel ist Greta Thunberg, Aktivistin mit Asperger-Syndrom und selektivem Mutismus. Ja, in Schweden geht das auch zusammen :wink:

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Re: Hallo, bin ich hier richtig?

Beitragvon Hyazinthe » 20.09.2019, 06:06

Hallo nochmal,

heute ist Allefürsklima-Tag, das Klima geht uns alle an!!!

LG,
'Hya' :)


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