Was ist Mutismus?

Bitte hier über Mutismus,insbesondere über Mutismus bei Kindern und Jugendlichen, diskutieren.

Moderator: Elfa

oliviaivy337
Neues Mitglied
Neues Mitglied
Beiträge: 2
Registriert: 27.04.2019, 14:08

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon oliviaivy337 » 30.04.2019, 12:05

Da ich den Eindruck habe, dass Sie in dem Thema einfach schlau sind, möchte ich Ihnen vielleicht eine Sache näher bringen. Hat man einen (Literatur-) Status bezüglich Asperger? vermitteln Sie!
time management games

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 01.05.2019, 07:35

Was meinen Sie mit 'Literaturstatus'?

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 01.05.2019, 07:36

Wer sich über 'Autismus' informieren will, ist mit dem Bundesverband Autismus Deutschland e.V., ursprünglich eine Elternvereinigung, sehr gut bedient. Im Internet befindet er sich unter www.autismus.de. Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen!

Sonnenblume
Inventar
Inventar
Beiträge: 433
Registriert: 14.04.2005, 20:57
Wohnort: Leipziger Land

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Sonnenblume » 02.05.2019, 12:22

Ich befürchte hier hat sich wieder Jemand eingeschlichen, der so nicht hierher gehört?
Der Werbelink sagt schon viel...hm?
Unterschätze mich nicht. Nur weil ich still bin.
Ich weiß mehr als ich erzähle,
denke mehr als ich spreche und bekomme mehr mit, als du denkst!

....................................................................................

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 02.05.2019, 18:42

Ja, vermutlich ein 'Bot' :roll:

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 04.05.2019, 08:53

Genau...Greta Thunberg ist in der Hinsicht sicher kein Einzelfall. Komisch nur, dass die Schweden nicht so sehr ein Problem damit haben, beide Diagnosen nzu stellen, während hierzulande oft so getan wird, als ginge beides nicht bei einer Person 'über einen Kamm'. :mrgreen: Viele Grüße!

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 04.05.2019, 08:59

P.S.: Der Autor Ole Sylvester Joergensen (Asperger: Syndrom zwischen Autismus und Normalität), der diese Frage schon sehr früh gestellt hat (gehen diese beiden Störungen zusammen) ist 'zufällig' ein Schwede. . .dumm nur, dass sich in der deutschen Übersetzung der Untertitel: Diagnostik und Heilungschancen 'eingeschlichen' hat. Mal wieder nix kapiert... Autismus ist keine Krankheit, und somit nicht heilbar. Gottseidank.

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 04.05.2019, 09:19

Greta Thunberg hat in 'Eigentherapie' ihren selektiven Mutismus überwunden, indem sie für etwas Sinnvolles (Klimarettung) kämpft, um ihre realen Ängste zu überwinden. Andere Asperger-Mutisten kämpfen ebenfalls gegen reale Ängste, zum Bsp. gegen Mobbing. Auch sie sollte man unterstützen!

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 05.05.2019, 06:50

Gutes Erklärvideo zu Asperger-Autismus:

https://www.youtube.com/watch?v=19QofQbeH80

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 05.05.2019, 22:09

Hallo Manup,

so sehr lustig ist das nicht - eine Forschungsarbeit, die ich zu dem Thema schreiben wollte, wurde regelrecht unterbunden. Forschungsfeindliches Deutschland, verbohrte Professoren, die auch noch 'unantastbar' sind, sich also für unfehlbar halten. Auf der anderen Seite werden Promotions-Arbeiten von späteren Politikern trotz schwerer 'Formfehler' durchgelobt. :evil: Und genau darum behaupten Ärzte auch heute noch diesen Unsinn.

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 05.05.2019, 22:12

Hallo manup,

was war das denn für ein 'Abklärungscenter' - doch wohl nicht eins von den Autismus-Therapie-Zentren des Bundesverbands Autismus Deutschland?

Viele Grüße!
'Hya'

NinaO
Inventar
Inventar
Beiträge: 141
Registriert: 28.02.2015, 15:36

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon NinaO » 07.05.2019, 06:36

Die Diagnose Asperger schließt nach der ICD-10 übrigens eine parallele Diagnose Elektiven Mutismus und umgekehrt aus! Das finde ich auch unglücklich und in der Praxis wird sich wohl auch eher nicht daran gehalten.
Weiß jemand hierzu Näheres?

Sonnenblume
Inventar
Inventar
Beiträge: 433
Registriert: 14.04.2005, 20:57
Wohnort: Leipziger Land

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Sonnenblume » 07.05.2019, 10:18

Ich weiß jetzt nicht inwieweit ich das hier schon mal geschrieben habe, aber ich finde es mal wieder nötig darüber nachzudenken:
Ich denke auch ,dass es Viele interessieren könnte.. --Und zwar, wie wäre es sich mal von dem Gedanken zu lösen, “Mutismus“ oder auch „selektiven Mutismus“ als eigene Krankheit, eigenes Störungsbild zu sehen? Mir drängt sich immer mehr die These auf, dass Mutismus "nur" ein Symptom von Verschiedenem ist:
-Mutismus als Symptom einer Angststörung
-Mutismus als Symptom einer Traumafolgestörung
-Mutismus als Symptom einer Sprachentwicklungsstörung
-Mutismus als Symptom einer auditiven Störung
-Mutismus al Symptom einer Autismus-Spektrum-Störung
-Mutismus als Symptom einer neurologischen Grunderkrankung
-Mutismus als Symptom einer psychiatrischen Grunderkrankung
-Mutismus als Symptom von HSP
-Mutismus als Symptom von Dissoziation
-Mutismus als Symptom von mehreren der Vorgenannten
-...… sicher noch einige weitere, von denen ich noch nicht hörte oder die mir gerade nicht einfallen
Das würde auch etwas erklären, warum es nicht "die Eine" Therapiemethode für Mutismus gibt, warum bei dem Einen Dies, beim Anderen Das hilft und wieder bei anderen noch gar nichts, weil vielleicht auch die Hintergründe nicht bekannt oder verdrängt sind?

Ich bin absolut dagegen, wenn von Einzelnen behauptet wird:
"Mutismus ist keine Angststörung!" oder
"Mutismus ist keine Traumastörung!" o.a.

Ich halte auch nichts davon wenn in manchen Therapiemethoden die Ausrichtung
"nur nach vorn gerichtet ist". Nur rein auf das Ziel Sprechen ohne die Hintergründe , Auslöser und aufrechterhaltende Faktoren mit zu bearbeiten halte ich in den meisten Fällen für weniger angebracht.

Soweit erstmal, ich hoffe es kam einigermaßen verständlich rüber, was ich meine. Wir können ja gemeinsam darüber noch etwas sprechen, die einzelnen Punkte analysieren, vielleicht noch ergänzen
und über gut wirkende Behandlungsmethoden reden, woraus sich schon oft die Art des Mutismus ergibt.
Also, wenn kein Trauma vorliegt, wird auch keine Traumatherapie helfen.
Wenn keine Angststörung vorliegt werden auch eher keine Angsttherapien wie zb. Konfrontationstherapie oder Medis helfen.
Wenn ein Mutismus auf einer Sprachstörung beruht, ist es auch ratsam zuerst diese zu behandeln.
Ein Mutismus in Zusammenhang mit einer ASS-gehört auch in eine Autismus-Ambulanz, wo man sich ihrerseits auch in der Behandlung mit diesem Mutismus auskennen sollte.

Soweit erstmal die Gedanken von mir, ich hoffe es wird richtig verstanden und führt zu einer fairen Diskussion.
(… oder auch gar keiner... )

Denkbar wäre auch dieses ganze Forum einmal zu aktualisieren, neu einzuteilen in die verschiedenen Untergruppen.
Mir ist dabei wohl klar, dass es Überschneidungen gibt, das wäre dann auch ein Thema für sich.
Ich selbst biete mich als Ansprechpartner für Mutismus als/ und Angststörung.
Das bleibt aber scheinbar alles nur Wunschdenken, solange dieses Forum so den Bach runter plätschert,
Wie lange wird uns noch eine passive Moderatorin angezeigt?

… Und zum Thema Greta, nun die Schweden denken da ganz anders darüber!

Liebe Grüße! :wink:
Unterschätze mich nicht. Nur weil ich still bin.
Ich weiß mehr als ich erzähle,
denke mehr als ich spreche und bekomme mehr mit, als du denkst!

....................................................................................

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 07.05.2019, 12:30

Hallo Heike,

ja, die Schweden denken da ganz anders drüber, in dem Punkt eben fortschrittlicher :wink: , während hier stur auf dem Diagnoseschema des ICD-10, mittlerweile haben wir ja ICD-11, beharrt wird. Interessant, wie in der neuen Version der Punkt behandelt wird, weiß das jemand? Da die Autismus-Diagnose ziemlich aufgeweicht wurde, ist selektiver Mutismus bei Autismus eben keine 'ganz andere Störung', sondern es spielen genauso wie bei dem sog. Angst-Mutismus eben Ängste eine Rolle, z.B. die Angst, durch sein Anders-Sein irgendwie 'falsch' zu sein und dass es irgendjemnand merkt, dass man so anders funktioniert. Ich bin vollkommen bei Dir, dass Mutismus ganz unterschiedliche Gründe hat, die gilt es eben von einer Therapeutin (z.B. einer darauf spezialisierten Sprachtherapeutin) herauszufinden und entsprechend das 'Symptombild Mutismus' zu behandeln. Auch jemand aus dem autistischen Spektrum kann natürlich eine auditive Wahrnehmungsstörung, Hochsensibilität oder/und eine Sonderbegabung in sich vereinen. Es ist eben nicht 'nur' eine Behinderung und gehört nicht (wenn überhaupt) immer in speziellen Zentren behandelt, auch wenn es jemanden überrascht, Menschen mit Autismus sind nichts Neues, lediglich die Diagnose 'Autismus-Spektrum-Störung' ist relativ neu. Grüße!

Hyazinthe
Urgestein
Beiträge: 1751
Registriert: 29.03.2004, 20:24
Wohnort: Hamburg

Re: Was ist Mutismus?

Beitragvon Hyazinthe » 07.05.2019, 17:26

Hallo manup,

Du deutest das sicherlich richtig, dass Deine Kinder nicht erkennen können, was von ihnen erwartet wird. Das ist gerade bei Kindern mit Autismus häufig. Sie können noch nicht so sehr darüber reflektieren, dass sie anders sind, sondern spüren nur dauernd, dass sie anecken, etwas 'Falsches' sagen, also permanent soziale Regeln der 'Höflichkeit' missachten und sehr direkt sind. Dabei kann das auch sehr erfrischend sein, wenn man den Grund kennt. Ich glaube, dass die Komorbiditäten 'Selektiver Mutismus' und 'Asperger Autismus' häufiger sind, als man denkt. Aber auch, dass man nicht einen großen Bogen um das Thema Autismus-Spektrum-Störungen machen muss, wenn man beispielsweise Sprachtherapeut ist. Die sind ja häufig sonderpädagogisch vorgebildet und sollten von Autismus schon in ihrem Studium (wenn sie nicht blind auf ein Ziel hin studiert haben, wie das heute häufiger der Fall ist) davon gehört haben. Und falls nicht, kann man sich hier (ebenso wie die Lehrer, die schon immer autistische Kinder in der Klasse hatten, die waren dann halt 'seltsam' oder 'schlecht erzogen' bzw. 'verwöhnt') schlau machen. Wer also sind diese 'Fachleute', die von ASS keine Ahnung haben?

Viele Grüße!


Zurück zu „Mutismus-Forum“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Majestic-12 [Bot] und 3 Gäste