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s.h.
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Beitragvon s.h. » 30.10.2012, 19:35

Hallo,

@unverstanden: "Zwillimama" hatte folgenden Satz geschrieben:
Sie wissen, wenn sie da schnell wieder raus wollen, wird erwartet dass sie reden und ich denke, sie würden sich da eher gegenseitig motivieren


und das wurde irgendwie so "unhinterfragt" weiterübernommen, darüber hatte ich mich bloß gewundert :wink: .

@Schlusi:
Das "richtige Funktionieren" (=Sprechen) als einziges Ziel kommt mir da schon seltsam vor.

Ja, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Ganze so ausschließlich darauf abgerichtet ist.

nein, ich denke auch nicht, dass alles auschließlich darauf abzielt. Bei dem was bisher so über diese Klinik geschildert wurde, kann ich mir das auch nicht vorstellen.
Aber es hat sich, wie gesagt, von "Zwillimamas" Seite für mich so angehört, als wäre dieses "Schnell-Wieder-Raus-Wollen" das Hauptziel/die große Hoffnung/Motivation. Und das ist halt einfach ein ziemlich schlechter Denkansatz...

Was das Trennen/Nichtrennen der Zwillinge angeht...das ist eigentlich für uns hier nur schwer oder gar nicht zu beurteilen, weil wir ja gar kein wirkliches Bild von den beiden Mädchen haben - eben nur einige Schilderungen hier im Thread.
Ja, es mag auch sein, dass eine Nichttrennung besser wäre. Da muss eben in diesem "Fall" gut hingeguckt werden, das haben die Therapeuten hoffentlich getan.
Ich verstehe es aber auch so, als wäre da eine ziemliche Symbiose vorhanden. Und das kann doch auf Dauer auch eher schaden. Zumindest wenn es um die Entwicklung zu eigenständigen, unabhängigen Persönlichkeiten geht. Es geht ja auch nicht darum, die Zwillinge auf Dauer zu trennen oder das geschwisterliche Verhältnis zu "untergraben". Eher sollte dieses Verhältnis auf ein "normales Level" gebracht werden...denke ich.
Exauster hat geschrieben:Ich verstehe, dass die Mädchen vor Angst fast durchdrehen, aber ich weiß auch, dass vieles, wovor man Angst hat, meist nicht einmal halb so schlimm, ja oft sogar überraschend gut sein kann. Man kann nicht urteilen bevor man es erlebt hat, sonst macht man sich nur verrückt.

da kann ich nur zustimmen. Allerdings finde ich es auch immer ziemlich schlimm, wenn ein Zwang dahinter steht - man also gezwungen ist, einen Weg zu gehen, vor dem man eigentlich schreckliche Angst hat. Daher kann ich mit diesen "Zwangsaufenthalten" in Kliniken auch überhaupt nicht warm werden (werde ich auch wohl nie) - ja, ich weiß, auch wenn man vielleicht wieder "raus kommt", wenn man sich nicht drauf einlässt.

Naja, vielleicht ist es für die Zwillinge hier aber auch der richtige Weg (also der Klinikaufenthalt an sich, nicht der Zwang, der dahinter steht), das kann ja vorher niemand wirklich wissen (in dem Zusammenhang stimme ich auch Exausters letztem Beitrag zu)...

LG,
Steffi

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Schlusi
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Beitragvon Schlusi » 30.10.2012, 20:05

Ja, es mag auch sein, dass eine Nichttrennung besser wäre.

Ich weiß nicht, ob ich jetzt falsch verstanden wurde.
Ich meinte, dass es durchaus wichtig wäre, dass die beiden voneinander unabhängig Therapien bekommen. Aber ich meinte eben auch, dass sie gemeinsam eben dort begrüßt und in Empfang genommen werden sollten, gemeinsam einmal rumgeführt werden, gemeinsam das Aufnahmegespräch führen dürfen. Ihnen dann noch ein paar Minuten gegeben werden, die sie gemeinsam haben dürfen, um sich dann bewusst zu trennen und sich der Therapie zu stellen. Dies würde ich respektvoll finden.

Und ich teile auch nicht die Ansicht, dass diese Symbiose nur schadet. Ich finde vielmehr, dass genau darauf auch aufgebaut werden sollte. Den beiden könnte jeweils nach ersten Zwischenschritten wieder der gemeinsame Austausch, vielleicht auch außerdem im Beisein eines Therapeuten, ermöglicht werden. Ich denke, dass die beiden sich auch bei ihren Fortschritten gegenseitig befruchten können.

Mich hat man ja als Mutter auch nicht ausgebootet, sondern unsere Tochter gestärkt, so dass auch wir beide gemeinsame neue Ansätze hatten und haben. Es kann doch nicht angehen, dass eine lebenslang wichtige Beziehung einfach als schädlich degradiert wird. Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich mir das im übrigen auch vorstellen. Ich denke schon, dass denen dort das klar sein muss, dass die beiden auch dazu hingeführt werden, dass sich ihre Beziehung zueinander auf eine andere Art und Weise bereichern lassen kann und sie trotzdem sich weiterentwickeln können, jeder auf seine Art und Weise.

So, wie Du ja auch schon geschrieben hast ...

Zumindest wenn es um die Entwicklung zu eigenständigen, unabhängigen Persönlichkeiten geht. Es geht ja auch nicht darum, die Zwillinge auf Dauer zu trennen oder das geschwisterliche Verhältnis zu "untergraben". Eher sollte dieses Verhältnis auf ein "normales Level" gebracht werden...denke ich.


Aber es hat sich, wie gesagt, von "Zwillimamas" Seite für mich so angehört, als wäre dieses "Schnell-Wieder-Raus-Wollen" das Hauptziel/die große Hoffnung/Motivation. Und das ist halt einfach ein ziemlich schlechter Denkansatz...

Na ja, ist doch klar, dass die beiden sich überlegen, wie sie sich verhalten müssen, um schnell wieder da raus zu können.

Unsere Tochter war am Anfang davon ausgegangen, dass sie sechs bis acht Wochen dort in der Tagesklinik bleibt und selbst das hat sie schon bibbern lassen. Hätte sie doch nie ahnen können, dass sie da doch tatsächlich neun Monate rumkriegt und es hinterher sogar gut und hilfreich finden würde.

Aber im Grunde genommen haben wir ja auch keine Ahnung was die da planen. Es wird schon alles so seine Richtigkeit haben, denke ich.

Schlusi :)
Tochter *99, mutistisch+Asperger Syndrom

Blane
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Re: Nicht wirklich neu..

Beitragvon Blane » 05.02.2019, 18:27

Zwillimama1996 hat geschrieben:Ich bin nicht wirklich neu hier, habe nur lange nicht geschrieben mit play free pokies.
Meine Töchter sind mittlerweile 16 und der Mutismus ist momentan wieder ein großes Problem.
Mehr schreibe ich morgen, jetzt bin ich zu müde. Ich stöbere jetzt erstmal noch ein bisschen hier :)

Das sehe ich wie Schlusi, sie hatten ihre Chance und könnten selber entscheiden wie es weiter geht.
Nur Mut, versuche Alles deine Mädels nach Meisenheim zu kriegen.


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