SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Bitte hier über Mutismus,insbesondere über Mutismus bei Kindern und Jugendlichen, diskutieren.

Moderator: Elfa

Hoffnung
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Re: SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Beitragvon Hoffnung » 16.11.2015, 18:04

Ich finde natürlich auch, dass positive Motivation besser ist . Mit ERWARTEN meine ich jetzt nicht, dass das Kind spürt, ich muss reden, weil meine Mutter das unbedingt will. Ich meine damit eher, es als SELBSTVERSTÄNDLICH erwarten - also so ähnlich, wie man erwartet, dass die Züge nach Fahrplan fahren - niemand schenkt einem Zug, der zum fahrplanmäßigen Zeitpunkt kommt, irgendeine besondere Aufmerksamkeit. Ich finde auch, dass es weniger gut ist, wenn die Mutter mit dem Kind die Situationen erarbeitet - das sollte in der Terapie passieren - und wenn die Mutter von der Therapeutin weiß, wie weit das Kind jetzt ist, dann kann sie mit der Tochter ja Eis kaufen gehen und es mit so einer Selbstverständlichkeit hinnehmen, dass das Kind sein Eis bestellt wie sie es hinnimmt, dass der Zug pünktlich einfährt......

Ich halte es auch nicht für gut, zu einem mutistischen Kind zu sagen: Versuch doch, ob du das schaffst...... "Versuchen" impliziert ja schon ein wenig, dass ich es NICHT erwarte. Ich habe, nachdem ich als Erwachsene die grundsätzliche Entscheidung für das Reden getroffen habe, nie "versucht zu reden" - ich habe entweder geredet (wenn die Situation in meiner inneren Einstellung unbedingt notwendig war) - oder ich habe nicht geredet (wenn an der Situation irgendetwas gefehlt hat, was es IN MEINER EINSTELLUNG unbedingt notwendig gemacht hätte, zu reden).... Ich bin also nie "am Versuch zu reden" gescheitert, sondern nur an meiner Einstellung. Deshalb finde ich es auch so wichtig, dass in der Therapie mit einem mutistischen Kind die Notwendigkeit einer bestimmten Situation von allen Seiten her beleuchtet wird - in kindgerechter Weise natürlich... so dass eine innere Notwendigkeit entsteht. Man kann sich ja an dem orientieren, was nicht mutistische Kinder in dem Alter selbständig machen - und dann Situation für Situation im Detail mit dem Kind besprechen - also z.B. Warum selbst ein Eis kaufen? - ja natürlich, weil es toll ist, wenn man das Eis dann essen kann.... aber eigentlich sollte das nur ein "angenehmer Nebeneffekt" sein - warum SELBST ein Eis kaufen? - weil es toll ist, ein tüchtiges selbständiges Kind zu sein, das das locker schafft - genauso wie alle anderen Kinder - weil ich das doch kann, was alle anderen Kinder können - ja vielleicht kann ich sogar mehr - vielleicht bin ich sogar tüchtiger als andere Kinder - also ich finde dass man da der jeweiligen Situation durchaus auch "ein Sahnehäubchen" aufsetzen kann und erreichen kann, dass ein mutistisches Kind MEHR sagt als ein gleichaltriges nicht mutistisches Kind. Für ein 4Jähriges Kind ist das vielleicht noch zu früh - aber z.B. einem 6 - 7 Jährigen Kind, das auch schon Taschengeld bekommt und weiß, dass man sich das einteilen muss, kann man durchaus auch in positiver Art klarmachen, wie vernünftig und tüchtig es ist, wenn es zum Eisstand geht und bevor es bestellt, fragt : Wie viel kosten 2 Kugeln Eis? - wenn man dem Kind die Bedeutung einer Kaufsituation klar macht, kann man so etwas durchaus erreichen - und dann fragt eben das mutistische Kind voll Stolz, weil es sich schon fast wie eine Erwachsene benimmt, wieviel das Eis kostet.

Also das ganz konkrete Erarbeiten jeder einzelnen Situation halte ich für ungeheuer wichtig -auch schon beim kleinen Kind - darum gefällt mir die Vorgangsweise bei Komut, wo man zuwartet und schaut, wann sich das Kind selbst bestimmte Dinge traut - es natürlich bestärkt in seinem Selbstvertrauen - aber doch zuwartet nicht so sehr.

Hoffnung
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Re: SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Beitragvon Hoffnung » 16.11.2015, 18:37

Zum Problem, das Schlusis Tochter mit der Verspätung des Fahrtendienstes hat ..... Schlusi, ich würde das nicht auf sich beruhen lassen und das vielleicht schlechte Zeugnis abwarten - also deine Tochter "anrennen lassen" - das führt dann zu Frustration und nicht zu richtiger Motivation. Ich würde mich als erstes in der Schule erkundigen, ob es tatsächlich schon negative Eintragungen wegen unentschuldigtem Zuspät - Kommen gegeben hat - vielleicht sagt sie eh etwas und die ganzen Sorgen sind unnötig. Falls sie aber bisher nichts gesagt hat, würde ich natürlich nicht den Lehrern sagen, dass sie deine Tochter fragen sollen, das auf keinen Fall. Natürlich sieht deine Tochter grundsätzlich ein, dass es vernünftiger wäre, etwas zu sagen - aber vielleicht ist es "angenehmer" nichts zu sagen (trotz eigentlich überwundenem Mutismus). Also ich würde zu deiner Tochter sagen, dass das häufige Zu Spät - Kommen des Fahrtendienstes wirklich ärgerlich ist - dass du dir aber sicher bist, dass sie als vernünftige junge Frau das natürlich in der Schule melden wird. Es wäre ja zu blöd, es hinzunehmen, dass vielleicht alle denken, sie verschläft so oft - es ist ja nur eine ganz normale, einfache Sache - der Fahrtendienst ist zu spät und sie sagt das..... Da denkt sich keiner was dabei, das fällt auch gar nicht auf - es fällt nur auf, wenn sie zu spät kommt und nichts sagt.

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Re: SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Beitragvon Semper » 16.11.2015, 19:19

Hoffnung hat geschrieben:Zum Problem, das Schlusis Tochter mit der Verspätung des Fahrtendienstes hat ..... Schlusi, ich würde das nicht auf sich beruhen lassen und das vielleicht schlechte Zeugnis abwarten - also deine Tochter "anrennen lassen" - das führt dann zu Frustration und nicht zu richtiger Motivation. Ich würde mich als erstes in der Schule erkundigen, ob es tatsächlich schon negative Eintragungen wegen unentschuldigtem Zuspät - Kommen gegeben hat - vielleicht sagt sie eh etwas und die ganzen Sorgen sind unnötig. Falls sie aber bisher nichts gesagt hat, würde ich natürlich nicht den Lehrern sagen, dass sie deine Tochter fragen sollen, das auf keinen Fall. Natürlich sieht deine Tochter grundsätzlich ein, dass es vernünftiger wäre, etwas zu sagen - aber vielleicht ist es "angenehmer" nichts zu sagen (trotz eigentlich überwundenem Mutismus). Also ich würde zu deiner Tochter sagen, dass das häufige Zu Spät - Kommen des Fahrtendienstes wirklich ärgerlich ist - dass du dir aber sicher bist, dass sie als vernünftige junge Frau das natürlich in der Schule melden wird. Es wäre ja zu blöd, es hinzunehmen, dass vielleicht alle denken, sie verschläft so oft - es ist ja nur eine ganz normale, einfache Sache - der Fahrtendienst ist zu spät und sie sagt das..... Da denkt sich keiner was dabei, das fällt auch gar nicht auf - es fällt nur auf, wenn sie zu spät kommt und nichts sagt.


Ich bezweifle, dass Schlusis Tochter, wenn man sagt "dass man sich sicher sei, ass sie als vernünftige Person...", darauf so reagiert, wie man es sich wünscht..
So eine Formulierung würde mir zumindest nicht gefallen, wenn das jemand mir gegenüber sagen würde, da das eindeutig manipulativ ausgerichtet ist. Auch, wenn die Manipulation in diesem Fall "positiv" sein soll..

Was den Fahrtendienst angeht.. schlechter wird das Zeugnis nicht unbedingt direkt durch Verspätungen. Zumal die Schule mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit fragen wird, wieso sie, wenn sie es sagen würde, es sagt, da es der Schule egal sein könne und die Schüler sich darum kümmern müssten, rechtzeitig anwesend zu sein.

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Re: SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Beitragvon Aurida » 16.11.2015, 20:04

Hoffnung hat geschrieben:Ich würde mich als erstes in der Schule erkundigen, ob es tatsächlich schon negative Eintragungen wegen unentschuldigtem Zuspät - Kommen gegeben hat - vielleicht sagt sie eh etwas und die ganzen Sorgen sind unnötig.
...
Also ich würde zu deiner Tochter sagen, dass das häufige Zu Spät - Kommen des Fahrtendienstes wirklich ärgerlich ist - dass du dir aber sicher bist, dass sie als vernünftige junge Frau das natürlich in der Schule melden wird. Es wäre ja zu blöd, es hinzunehmen, dass vielleicht alle denken, sie verschläft so oft - es ist ja nur eine ganz normale, einfache Sache - der Fahrtendienst ist zu spät und sie sagt das..... Da denkt sich keiner was dabei, das fällt auch gar nicht auf - es fällt nur auf, wenn sie zu spät kommt und nichts sagt.

Das wäre bei mir gewaltig nach hinten losgegangen. Das Mädchen ist 16, wenn ich mich nicht irre. Hätte meine Mutter mir da so hinterherspioniert, ob ich etwas sage oder nicht, wäre das für mich absolut furchtbar gewesen.
Und auch die ganze Ansprache von wegen vernünftige junge Frau. Das ist das Gegenteil von keine Aufmerksamkeit. Das ist ständiges aufs reden ansprechen, manipulieren, das Thema groß machen, zeigen, wie wichtig es der Mutter ist, beobachten... Das bewirkt doch nur das Gegenteil.

Meine Mutter hat mir hinterher spioniert. Telefonieren mit Freundinnen ging z. B. schon. Bis dann die Regeln, was man am Telefon zu sagen hat dazukamen und noch schlimmer, bis meine Mutter mich beim Telefonieren belauscht hat, weil sie wissen wollte, was ich sage. Das hat mir das telefonieren wieder genommen. Für ganz viele Jahre.
Auch Kinder und Jugendliche brauchen Freiraum, Privatsphäre, Vertrauen und das Recht, etwas nicht perfekt, aber dafür alleine zu machen.

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Re: SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Beitragvon Hoffnung » 16.11.2015, 20:26

Ich meinte mit dem Nachfragen in der Schule natürlich, dass das so erfolgen muss, dass die Tochter nichts davon erfährt. Außerdem ist zu bedenken, dass Schlusis Tochter - unabhängig vom dem weitgehend überwundenen Mutismus - durch das Aspergersyndrom noch mehr Unterstützung und Betreuung braucht, als andere 16jährige Mädchen . deshalb auch der Fahrtendienst. Unter diesem Blickwinkel kam also mein Rat, dass die Mutter die Tochter als vernünftige, selbständige junge Frau ansehen soll, der sie mit Selbstverständlichkeit zutraut, dass sie dieses Problem in der Schule allein regeln kann.

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Re: SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Beitragvon Schlusi » 16.11.2015, 20:37

Semper hat geschrieben:
Ich bezweifle, dass Schlusis Tochter, wenn man sagt "dass man sich sicher sei, ass sie als vernünftige Person...", darauf so reagiert, wie man es sich wünscht..
So eine Formulierung würde mir zumindest nicht gefallen, wenn das jemand mir gegenüber sagen würde, da das eindeutig manipulativ ausgerichtet ist. Auch, wenn die Manipulation in diesem Fall "positiv" sein soll..

Aurida hat geschrieben:
Das wäre bei mir gewaltig nach hinten losgegangen. Das Mädchen ist 16, wenn ich mich nicht irre. Hätte meine Mutter mir da so hinterherspioniert, ob ich etwas sage oder nicht, wäre das für mich absolut furchtbar gewesen. Und auch die ganze Ansprache von wegen vernünftige junge Frau. Das ist das Gegenteil von keine Aufmerksamkeit. Das ist ständiges aufs reden ansprechen, manipulieren, das Thema groß machen, zeigen, wie wichtig es der Mutter ist, beobachten... Das bewirkt doch nur das Gegenteil.

Semper, Aurida das seht ihr ganz richtig.

Sie hat mir aber heute von sich aus etwas erklärt, was mich etwas beruhigt hat. Bis auf zwei Tage fällt ansonsten die erste Stunde immer auf Unterrichtsfächer der Klassenlehrerin und da hat sie das neulich schon klären können, auch für die zukünftigen Fälle. Die beiden anderen ersten Stunden fallen auf andere Lehrer, wo sie noch schauen muss, wenn es wieder vorkommt. Da hängt sie bei einer Lehrkraft noch etwas in der Luft, weil da die Stimmung aus verschiedensten Gründen manchmal eh nicht wohlgesonnen ist. Das reicht mir jetzt für einen ersten Überblick. Und sie hat es mir ohne Nachfrage gesagt, was schon mal viel Wert ist. Damit bin ich mehr als zufrieden. So etwas kann aber gar nicht entstehen, wenn man immer irgendwie dran bleiben will oder im Hintergrund agiert.

Aurida hat geschrieben:
Auch Kinder und Jugendliche brauchen Freiraum, Privatsphäre, Vertrauen und das Recht, etwas nicht perfekt, aber dafür alleine zu machen.

Ganz genau. Und unsere Tochter ist da sehr sensibel, erlebt Dinge als übergriffig, die ich so in ihrem Alter nicht als übergriffig gewertet hätte. Ich finde, dass sie da eine gesündere Einstellung hat, während ich eher unkritisch gegenüber meinen Eltern war, was aber auch daran lag, dass ich eigentlich eher so - zumindest von meinem Vater - "untergebuttert" wurde. Das gibt es hier nicht, weil ich von Anfang an viel auf Augenhöhe gemacht habe. Deshalb hat sie auch die Stirn mir Paroli zu bieten, mir zu widersprechen, usw. Sie ist alles andere als konform und untergeben. Hat von euch schon mal jemand "Castle" gesehen. Ich schaue das gerne, weil die Beziehung zwischen Castle und seiner Tochter in etwa so ist, wie es hier bei uns läuft. Die knallt ihrem Vater auch manchmal wahre Dinge an den Kopf und verhält sich ihrem Alter entsprechend auch mal aufmüpfig, aber eben gescheit und mit Sinn und Verstand. Und alles passiert mit einer Prise Humor und viel Verständnis für die Schwächen des anderen. So ist das bei unserer Tochter auch. Wenn ich ihr da auf die Vernunftsbasis kommen würde, würde sie mich nur müde anlächeln und sagen "netter Versuch, bist Du schon so dumm, dass Du nichts gescheiteres weißt?" Und ich mache auch nichts hinter dem Rücken meiner Tochter, weil sie so schlau ist, dass sie das eh merkt. Und es ist mir zu anstregend, wenn ich immer überlegen muss, ob ich es wagen kann oder ob sie es doch irgendwie merkt. Das ist keine Option und keine vertrauensvolle Basis.

Hoffnung hat geschrieben:
Ich finde natürlich auch, dass positive Motivation besser ist . Mit ERWARTEN meine ich jetzt nicht, dass das Kind spürt, ich muss reden, weil meine Mutter das unbedingt will. Ich meine damit eher, es als SELBSTVERSTÄNDLICH erwarten - also so ähnlich, wie man erwartet, dass die Züge nach Fahrplan fahren - niemand schenkt einem Zug, der zum fahrplanmäßigen Zeitpunkt kommt, irgendeine besondere Aufmerksamkeit. Ich finde auch, dass es weniger gut ist, wenn die Mutter mit dem Kind die Situationen erarbeitet - das sollte in der Terapie passieren - und wenn die Mutter von der Therapeutin weiß, wie weit das Kind jetzt ist, dann kann sie mit der Tochter ja Eis kaufen gehen und es mit so einer Selbstverständlichkeit hinnehmen, dass das Kind sein Eis bestellt wie sie es hinnimmt, dass der Zug pünktlich einfährt......

Ja, das finde ich auch. Wobei das mit dem Eis eben auch in meinem Beisein nicht ging/geht. Das ist eben noch das alte festgefahrende Ding der Erwartung, die sie auf sich fühlt, auch wenn das jetzt gar nicht mehr so ist, wie früher. Aber dieses Phänomen haben ja viele Mutisten.

Schlusi :)
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Re: SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Beitragvon Exprings » 09.11.2018, 09:08

Ich kann nur mit "Hoffnung" einverstanden sein.

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Re: SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Beitragvon Exprings » 13.02.2019, 13:37

- aber es gibt durch geeignete Therapiemethoden gute Chancen, einem Menschen aus diesem furchtbaren Zustand herauszuhelfen.

Hyazinthe
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Re: SRMT - Stuttgarter Rahmenempfehlungen zur Mutismus-Therapie

Beitragvon Hyazinthe » 17.02.2019, 10:10

Hallo Exprings,

keine Ahnung, was genau Du damit ('furchtbarer Zustand') meinst. Tatsächlich entwickeln Kinder mit Asperger-Syndrom ebenso wie mit die mit selektivem Mutismus (oder mit Beidem) mit der Zeit häufig (mit oder ohne therapeutische Intervention) sehr viel Selbstständigkeit, und können auch ohne direkte Hilfe auskommen. Sie brauchen sicherlich ein beratendes Umfeld auch weiterhin. . . ich gebe zu Bedenken, dass die Beiträge schon etwas älter sind. Die Therapie ist häufig dazu da, zwischen Betroffenem und Umfeld zu vermitteln, damit keine Überforderungen und somit Stress entstehen. Die Diagnosen sind ja kein Selbstzweck und dienen auch nicht einer Stigmatisierung, sondern sollen das Leben der Beteiligten erleichtern. LG,
'Hya'


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