Hallo

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Moderator: Elfa

Rani
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Hallo

Beitragvon Rani » 06.02.2019, 14:58

Hallo ihr lieben,
Ich habe mich wegen meinem Sohn Jakob hier angemeldet. Er ist 6,5 Jahr alt und ich vermute bei ihm Mutismus. Vor einiger Zeit hatte ich den Verdacht bei der Kinderärztin geäußert, die nach einem Fragebogen, den wir ausfüllen sollten, Mutismus ausgeschlossen hat.
Letzte Woche hat mich Jakobs Lehrerin auf Mutismus abgesprochen und kurz darauf auch seine Ergotherapeutin. Deswegen habe ich meinen Verdacht quasi wieder aus der Kiste geholt. Ende März haben wir einen Termin zur Diagnostik bei Frau Emmerling Nähe München.
Kurz zu Jakob. Er hat spät angefangen zu sprechen. Vor fremden (alle außer uns Eltern, seiner jüngeren Schwester und einer Oma) hat er die erste Zeit gar nicht gesprochen, ist versteinert wenn er etwas gefragt wurde.
Das hat sich dann insoweit gebessert, dass er irgendwann zumindest vor anderen gesprochen hat, aber nie mit diesen. Jetzt ist er soweit, dass er zögerlich und einsilbig auf Fragen seiner Tante antwortet und hin und wieder völlig fremde von sich aus anspricht (immer Situationen in denen keiner Erwartungen an ihn stellt). Auf Fragen der Lehrerin antwortet er, allerdings so leise, dass ihn nur ein unmittelbar neben ihm sitzender Mitschüler versteht. Der wiederholt dann laut was Jakob gesagt hat.
Jakob ist entwicklungsverzögert, hat eine Wahrnehmungsstörung, ist sehr sehr dünn (essen und trinken vergisst er gerne), braucht nachts noch eine Windel. Wir waren im SPZ, bei verschiedenen Kinderärzten, Therapeuten... und ich fürchte, es liegt noch einiges vor uns.

Ich bin sehr gespannt, was bei Frau Emmerling raus kommt und hoffe sehr, dass uns der Termin bei ihr weiter bringt.

Fragen, Tipps und Co sind mir sehr willkommen.
LG Rani

Hyazinthe
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Re: Hallo

Beitragvon Hyazinthe » 07.02.2019, 12:08

Hallo Rani,

herzlich willkommen hier im Forum!

Was Dein Sohn ja mit ziemlicher Sicherheit hat, ist eine Sprachentwicklungsstörung bzw. -verzögerung. Das mag mit dem allgemeinen Entwicklungsrückstand zusammen hängen. Ist er ganz normal (also auf eine Regelgrundschule) eingeschult worden? Und wie waren seine Jahre im Kindergarten - wurde da schon auf die Entwicklungsverzögerung aufmerksam gemacht und eine Therapie (Logopädie bzw. Sprachtherapie) für ihn vorgeschlagen bzw. mit ihm durchgeführt? Der Mutismus wäre dann eine Art Sekundärstörung, weil er sich mit seinen Verständnis- und Verständigungsschwierigkeiten, die er wahrscheinlich hat, unwohl fühlt. Er fühlt sich unwohl, weil er sich mit anderen Kindern vergleicht - dies wiederum ist ein normales Verhalten eines Grundschulkindes. Wie ist es denn, wenn er im 'geschützten' Rahmen spricht und und sich unterhält?

LG, 'Hya'

Hyazinthe
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Re: Hallo

Beitragvon Hyazinthe » 09.02.2019, 19:45

Hallo Rani,

es kann natürlich auch sein, dass seine Sprachentwicklung völlig normal verlaufen ist. Das würde noch mehr für 'Mutismus' sprechen, ist aber noch keine Lösung des Problems. . . Du hast von 'Wahrnehmungsstörung' geschrieben. Meinst Du damit eine auditive Wahrnehmungsstörung? Es kann gut sein, dass Kinder mutistisch werden, weil sie Laute (insbesondere Gespräche) ihrer Umgebung nicht gut mitverfolgen können, weil sie Sprache nicht gut filtern. Meintest Du so etwas?
P.S.: Sich in einer Umgebung nicht gut verständigen können oder auch nicht gut zu verstehen, ist einer der Risikofaktoren für Mutismus, was auch erklärt, warum diese Störung bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern häufiger vorkommt. Auch wenn Bilinguale Erziehung heutzutage so hoch gehalten wird, gibt es immer Kinder, die damit überfordert sind. Sich 'unwohl' fühlen in einer Situation ist da noch schmeichelhaft, sie fühlen sich eher 'bedroht'. Sich bedroht-Fühlen und in einer Beobachterrolle Einigeln ist etwas sehr Typisches für Kinder mit Mutismus. Aber keine Angst, er ist auch überwindbar! Wichtig ist vor allem herauszufinden, wodurch sich das Kind bedroht fühlt - vielleicht durch eine falsche Einschätzung seiner Fähigkeiten durch andere?

Es wäre schön, wenn Du Dich nochmal meldest und zu Deinem Sohn berichtest. Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Anhaltspunkte geben. Liebe Grüße!


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