Interesse an einer Studienteilnahme

Wie denken (ehemalige?) jetzt erwachsene Mutisten über ihr Leben? Bestehen Restängste? Welche Lebenserfahrungen wurden gemacht?

Moderator: Elfa

Lena_Bieber
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Interesse an einer Studienteilnahme

Beitragvon Lena_Bieber » 11.01.2020, 13:41

Hallo,

ich habe mal eine Frage.

Angenommen, es würde eine Studie durchgeführt werden, wie sich Betroffene mit Mutismus fühlen, in welchen Situationen es besonders schlimm ist, wie sich der Mutismus konkret bei ihnen äußert etc.

Hättet ihr daran grundsätzlich Interesse teilzunehmen?

Ich bräuchte die Information für meine Studienarbeit.

Lg
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Sonnenblume
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Re: Interesse an einer Studienteilnahme

Beitragvon Sonnenblume » 11.01.2020, 17:16

Hallo,
grundsätzlich bin ich für solche Studien aufgeschlossen. Hab auch selbst schon an einigen Fach-und Examensarbeiten teilgenommen. In meinem Fall müsste ich aber im Präteritum berichten,
was ich persönlich aber eher positiv sehe, denn es werden günstige Hilfemöglichkeiten deutlich.
LG. ;-)
Unterschätze mich nicht. Nur weil ich still bin.
Ich weiß mehr als ich erzähle,
denke mehr als ich spreche und bekomme mehr mit, als du denkst!

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NinaO
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Re: Interesse an einer Studienteilnahme

Beitragvon NinaO » 11.01.2020, 18:47

Hallo,
ich habe gerade ein Buch zu meinem Mutismus herausgegeben. Den Teil, wo ich über bestimmte Sprechsituationen differenziere, könnte ich dir mailen. Schreibe mir einfach unter nina.onawa@t-online.de
Titel "Schweigen oder Sprechen wie im Autismus, elektiven Mutismus oder Trauma: Vom Kind zum Erwachsenen die bunte Vielfalt des Schweigens mit der Polyvagal-Theorie verstehen".

LG
Nina Onawa

Hyazinthe
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Re: Interesse an einer Studienteilnahme

Beitragvon Hyazinthe » 12.01.2020, 10:28

Hallo NinaOnawa,

die 'Polyvagal-Theorie' von Porges finde ich an und für sich super - da bin ich mal neugierig auf Dein Buch!

LG,
'Hya'

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Re: Interesse an einer Studienteilnahme

Beitragvon Hyazinthe » 14.01.2020, 00:06

Hallo NinaOnawa,

auch wenn ich die notorische Abgrenzung zwischen 'Autismus' und 'Mutismus' auch anderer Autoren geradezu verzweifelt finde, die ja auch in Deinem Buch vorkommt (dass man die ein oder andere Diagnose erhält bzw. beide, ist oft genug dem Zufall geschuldet bzw. an welchen Arzt, Diagnostiker man gerät), haben mich folgende Worte (die mich an meine Erlebnisse erinnern, halte mich für ehemals mutistisch aber auf Lebenszeit für autistisch) berührt:

'Die Nicht-Macht von Worten anderer, wenn sie nur geredet werden, aber im Tun nicht wiederzufinden sind, haben (oder hat?) mich enttäuscht. Gleichzeitig kenne ich die Macht der Worte anderer, die einen stumm machen können'! (auf Seite 9).

Vielleicht kann ja die 'Spektrum'-Diagnose im modernen Verständnis einer Autismus-Störung etwas den Abgrenzungsgraben abtragen helfen. Das klingt ja auch bei Dir an.

Viele Grüße!
'Hya'


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